Die 4te Industrielle Revolution
– 4 oder 5 spielt doch keine Rolle, oder?

Die 4te Industrielle Revolution
– 4 oder 5 spielt doch keine Rolle, oder?
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Digitalisierung kreiert Daten – enorme Datenmengen – für Dich.
Was, wenn die falsch sind?

Autoren: Fred Keßler, M.BC., Gilles Fiorio

Einstieg

Führungskräfte überall auf der Welt treibt die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Organisationen an. In instabilen Märkten müssen sie – wie Du – Strategien zur Steigerung (oder wenigstens zur Stabilisierung) der Cash Flows und der Compliance entwickeln. Ohne verlässliche Informationen bist Du dabei aufgeschmissen! Aber wo kommen diese Information her? Was kannst Du tun, um Deine Organisation dazu zu befähigen, Daten zu generieren, die zu verlässlichen Informationen verbunden werden können? Hierhin wird Dich unsere Reise mitnehmen. Wir müssen zusammen „stromaufwärts“ gehen, denn „wer mit dem Strom schwimmt, wird niemals zur Quelle gelangen“ (altes chin. Sprichwort).

Einleitung

Gegen den Strom? Ja, einige kritische Reflexionen werden Dir helfen aus der bestehenden Unbehaglichkeit herauszukommen, in die Dich das omnipräsente und nervige „Digital Transformation MarkDie Vierte Industrielle Revolution - Klaus Schwaabeting“ der IT-Industrie versetzt hat.

In der Region D-A-CH spricht fast jeder derzeit über die sog. „4te Industrielle Revolution“.

Hast Du den Zähler dieser Revolutionen mal kritisch hinterfragt?
Quelle des Zählers ist ein Buch mit dem gleichnamigen Titel aus dem Jahre 2016. Viele Medien haben das verbreitet – ohne Recherche, wie es scheint.
Vergleichen wir den Zähler u. a. mit den Arbeiten, des russischen Wirtschaftswissenschaftlers Kondratieff, der die ökonomischen Makrozyklen (Industrielle Revolutionen) erforschte. Leo F. Nefiodow, ebenfalls russischer Wirtschaftswissenschaftler hat sie im Buch „Der 6. Kondratieff“ beschrieben. Basierend auf Fakten kommen wir dann zum Ergebnis, dass die 4. Industrielle Revolution von 1930-1970 stattfand und von den Industrien Automobil sowie Petrochemie getrieben war.

Was wir heute erleben, gehört noch immer zur 5. Industriellen Revolution, die durch die IT Industrie getrieben ist, und kann aufgrund des Gesamtverlaufs als jetzt noch evolutionär bezeichnet werden.

Woher aber kommt das falsche Datum, die Zahl „4“? Höchstwahrscheinlich von einem unvollständigen oder fehlerhaften Untersuchungsprozess des Autors. Schadet dieses falsche Datum überhaupt jemandem? Nein, das tut es nicht, denn Du kannst dieses Datum beliebig variieren und die daraus entstehende Information, z. B. die „111te Industrielle Revolution“ wird keine negativen Auswirkungen auf Deine Entscheidungsfindung haben.

Kannst Du Dir vorstellen, dass sich dies dramatisch ändert, wenn einer oder mehrere Deiner Prozesse, z. B. Innovation, Produktion, Vertrieb, Strategie, Transformation, … unvollständig oder gar nicht definiert sind?
Was wäre, wenn die Daten auf denen Du Deine Entscheidungen abstützt, rein auf Basis humaner Annahmen basierten – wie z. B. im Vertrieb. Würdest Du dieses Chaos gern automatisieren? Sicher nicht, oder?

Pardon für diese Beunruhigung aber genau das ist der Fall. Darum müssen wir zusammen zur Quelle, dahin, wo Daten „geboren“ werden – zu den Prozessen. Wir werden das in den folgenden Artikeln Schritt für Schritt tun. Also – bleib dran!

Einblick

“Ein Prozess ist eine Reihenfolge von Aktivitäten, in zeitlich-logischem Zusammenhang, zur Erzielung eines oder mehrerer Ergebnisse.“ (Process Management – Common Body of Knowledge)

Der Realitätscheck für derzeitige Digitalisierungs-Ansätze bringt nicht nur den falschen Zähler „4“ hinsichtlich industrieller Revolutionen hervor, er enthüllt auch sieben massive Inhibitoren für Digitalisierung.

Während das Hauptziel von Digitalisierung die Steigerung von Effizienz durch Prozessautomation ist, werden die folgenden sieben Barrieren überwiegend nicht in Betracht gezogen.

  1. Unternehmenskulturen sind überwiegend unfreundlich bis toxisch, weil Leadershipfähigkeiten fehlen.
    ⇒ Leadership, als Erfolgsfaktor muss entwickelt und verankert werden.
  1. Organisationen sind überwiegend am Stakeholder Value orientiert, während das ultimative Ziel doch sein sollte einen messbaren Kundennutzen zu stiften.
    ⇒ Die erste Transformation, von Leadern geführt, muss diesen höheren Zweck verankern
  1. Werder Anbieter noch Kunden können Transformationen strukturiert und erfolgreich durchführen.
    ⇒ Diese fundamentale Lücke muss beidseitig geschlosssen werden, in dem Transformationsmethodik eingeführt und verankert wird
  1. Hierarchien, wie sie in allen Organisationen bestehen, sind der Nummer 1 Killer von Prozessen.
    ⇒ Organisationen (Anbieter wie Kunden) müssen Prozessorganisationen schaffen.
  1. Business Process Management (BPM) Fähigkeiten fehlen auf beiden Seiten
    ⇒ Diese weitere fundamentale Lücke muss durch Business Process Management geschlossen werden.
  1. Prozesse (mit Ausnahme von Produktion) sind entweder nicht vollends definiert oder gar nicht existent.
    ⇒ Management-, Kern- und Unterstützungs-Prozesse müssen eingeführt und verankert werden.
  1. Anbieter von IT-Leistungen haben keine Branchenkenntnis über Ihre Kunden und überwiegend noch nicht einmal Interesse am Geschäft ihrer Kunden
    ⇒ Kundennutzenorientierung sowie Industriefokus sind einzuführen und zu verankern.

Einschnitt

Die meisten Unternehmen sind schlicht nicht bereit für die Digitalisierung!

Einstellung

Wir bei InnovationLeaders und Synchrotech haben die Passion alle wahren Leader, die nach Exzellenz streben dabei zu unterstützen. Wir sind der Überzeugung, dass kritische Reflexion, verbunden mit der Aggregation von Wissen und der Anwendung von methodischen Ansätzen zu einer wesentlich effektiveren Strategieentwicklung und -Umsetzung führt als nur “go with the flow” Mentalität.

Einladung

In 2019 liefern wir eine Reihe von hochaktuellen Artikeln zu CXO-Themen. Dies geschieht in der Absicht, einen Innovationshub mit und für unsere Kunden, Partner und Mitarbeitenden zu initiieren.

Wir laden Euch herzlich dazu ein, unsere Artikel zu kommentieren und mit uns zu diskutieren. Besucht uns zum Beispiel auf der LEC Exhibition, 09.-10. April 2019, Genf.